Herbstgrasmilben beim Hund: So erkennst du die kleinen Plagegeister

Herbstgrasmilben beim Hund: So erkennst du die kleinen Plagegeister

Herbstgrasmilben beim Hund erkennen: Symptome und Tipps zu Behandlung & Vorbeugung ➤ Jetzt informieren!

 

Lesedauer: 5min
Von: Selina
Geändert: 26.10.2026
Veröffentlicht: 26.10.2026

Dein Hund knabbert plötzlich ständig an seinen Pfoten oder kratzt sich auffällig häufig? Gerade im Spätsommer und Herbst können winzige Plagegeister dahinterstecken. Die sogenannten Herbstgrasmilben sind zwar kaum zu sehen, können aber einen unangenehmen Juckreiz auslösen. Wer weiß, wann und wo die kleinen Milben auftreten, kann typische Anzeichen schneller einordnen. Wir zeigen dir, wie du Herbstgrasmilben beim Hund erkennen kannst und worauf du jetzt achten solltest.

Was sind Herbstgrasmilben?

Herbstgrasmilben gehören zu den Milben und leben überwiegend in der Umwelt. Genau genommen sind es ihre Larven, die Hunde, andere Tiere und auch Menschen zeitweise als Wirt nutzen. Sie sitzen unter anderem auf Gräsern und anderen niedrigen Pflanzen und gelangen beim Vorbeilaufen auf den Körper. Bei Hunden findest du Herbstgrasmilben deshalb besonders häufig an Stellen, die nah am Boden liegen oder mit Pflanzen in Berührung kommen. 

Wann sind die Parasiten besonders aktiv?

Ihre Hochsaison steckt bereits im Namen. Die Saison der Herbstgrasmilbe liegt vor allem im Spätsommer und Herbst. Je nach Wetter können die Larven bereits im Sommer aktiv werden. Besonders wohl fühlen sie sich an warmen, sonnigen und leicht feuchten Stellen wie Wiesen, Gärten, Parks oder Waldrändern. Die typische Aktivitätsperiode ist etwa von Juli bis Oktober.

Wie sehen Grasmilben beim Hund aus?

Die Larven sind winzig, weniger als einen Millimeter groß und auffällig orange bis rötlich gefärbt. Mit bloßem Auge lassen sie sich gerade noch erkennen. Häufig sitzen mehrere Larven dicht beieinander und wirken dann wie kleine orangefarbene Punkte auf der Haut.

Besonders genau solltest du diese Stellen kontrollieren:

  • Zwischenräume der Zehen und andere Bereiche an den Pfoten
  • Unterbauch und Brust
  • Leistengegend
  • Schnauze und Nasenbereich
  • Ohrränder und andere dünn behaarte Hautstellen

Bei Unsicherheit kann eine tierärztliche Untersuchung klären, ob tatsächlich Herbstgrasmilben oder eine andere Ursache hinter den Beschwerden steckt.

Welche Symptome können Herbstgrasmilben auslösen?

Das auffälligste der möglichen Symptome ist meist deutlicher Juckreiz. Die Larven verletzen die oberste Hautschicht und geben Speichel ab. Darauf können Hunde mit einer Hautreaktion reagieren.

Mögliche Veränderungen sind gerötete Haut, kleine Quaddeln, Pusteln oder Krusten. Betroffene Hunde lecken, knabbern oder kratzen häufig intensiv an den entsprechenden Stellen. Dadurch kann die ohnehin gereizte Haut zusätzlich belastet werden.

Starker oder anhaltender Juckreiz sollte stets tierärztlich abgeklärt werden, da auch andere Hautprobleme oder Parasiten ähnliche Beschwerden auslösen können.

Möglichkeiten zur Behandlung: Was kann ich tun?

Wenn dein Hund stark unter Juckreiz leidet oder du Herbstgrasmilben entdeckt hast, solltest du zunächst klären, wie ausgeprägt der Befall ist. Die Larven bleiben zwar nur einige Tage auf ihrem Wirt und verlassen ihn anschließend wieder, der Juckreiz kann jedoch länger anhalten. Möchtest du die Beschwerden deines Hundes abklären lassen, ist die Tierarztpraxis die richtige Anlaufstelle. Dort kann zunächst geprüft werden, ob tatsächlich ein Befall von Herbstgrasmilben vorliegt.

Welche Behandlung infrage kommt, hängt vom Einzelfall ab. Mittel zur äußerlichen Anwendung können beispielsweise als Spray, Spot-on oder medizinisches Shampoo angeboten werden. Nicht jedes Präparat eignet sich jedoch für Herbstgrasmilben. 

Unser Tipp: Falls dein Hund vom Baden wenig begeistert ist, kannst du die Situation für ihn angenehmer gestalten und ruhiges Verhalten zwischendurch mit einem kleinen VEGDOG-Snack belohnen. Dafür bieten sich zum Beispiel unsere Pops, Mini Pures oder Levervurst an.

Können Hausmittel bei einem Befall wirklich helfen?

Von vermeintlich wirksamen Hausmitteln wie bestimmten Ölen oder Zitronenprodukten solltest du nicht zu viel erwarten. Für ihre Wirksamkeit gegen Milben fehlen laut ESCCAP wissenschaftliche Belege. Zudem können manche Substanzen bereits gereizte Haut zusätzlich belasten.

Lassen sich Grasmilben beim Hund vorbeugen?

Möchtest du Grasmilben beim Hund vorbeugen, kannst du während der Hauptsaison Wiesen oder Flächen meiden, auf denen dein Hund bereits häufiger Probleme hatte. Kontrolliere nach Spaziergängen außerdem regelmäßig Pfoten, Bauch und andere bodennahe Körperbereiche. Einen vollständigen Schutz vor den winzigen Larven gibt es allerdings nicht. ESCCAP empfiehlt insbesondere, bekannte Befallsgebiete nach Möglichkeit zu meiden.

Sind die Herbstgrasmilben ansteckend?

Ansteckend im klassischen Sinne sind Herbstgrasmilben nicht. Sie wandern nicht direkt von Hund zu Hund. Auch eine direkte Übertragung vom Hund auf den Menschen gilt nicht als typischer Übertragungsweg. Menschen können sich jedoch unabhängig vom Hund ebenfalls Larven einfangen, wenn sie mit befallenen Pflanzen oder Flächen in Kontakt kommen.

Mit einem aufmerksamen Blick auf Haut und Verhalten deines Hundes kannst du die kleinen Plagegeister in der Herbstsaison schneller entdecken und bei Beschwerden frühzeitig reagieren.

Für purinarme Futtermittel gibt es aktuell keine offiziellen Empfehlungen oder Grenzwerte. Anhand der aktuellen Studienlage können Alleinfutter mit einem Puringehalt von ca. 40 mg/100 g Trockenmasse aber als purinarm eingestuft werden (vergleiche: Kaempfle et al. (2023), Animals,13,3060. https://doi.org/10.3390/ani13193060).

Damit können wir unser FARMER'S CRUNCH für eine purinarme Ernährung empfehlen.

Es sollte zusätzlich beachtet werden, dass Hunde mit Leishmaniose besonders viel trinken sollten. Die Futterportionen mit Wasser zu verdünnen, kann sehr sinnvoll sein.

Wie hoch ist die Lebenserwartung bei infizierten Hunden?

Die Leishmaniose ist kein Todesurteil. Ein Großteil der infizierten Hunde hat die Chance auf ein langes und glückliches Leben. Wir Halter:innen stehen dabei in der Verantwortung, dieses zu fördern. Dazu gehören unter anderem die Reduzierung von Stress (denn dieser schwächt das Immunsystem) durch die Schaffung eines geregelten Alltags, viel Liebe und Zuwendung, regelmäßige tierärztliche Check-Ups, bei Bedarf die Gabe entsprechender Medikamente und natürlich auch eine bekömmliche und ausgewogene Nahrung.

Ist Leishmaniose ansteckend?

Grundsätzlich ist Leishmaniose nicht ansteckend – weder von Hund zu Hund noch von Hund zu Mensch. Lediglich eine trächtige Hündin kann die Parasiten über die Plazenta auf ihre Welpen übertragen. Ansonsten erfolgt die Übertragung über den Stich einer infizierten weiblichen Sandmücke. Allerdings kann sich auch die Sandmücke bei einem Hund mit Leishmanien infizieren und die Infektion beim nächsten Stich an Mensch oder Tier weitergeben.

Bei Fragen rund um diese Erkrankung kannst du dich gerne an unsere Tierärztinnen wenden unter tierarzt@vegdog.at.